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04 Januar 2021| by Silvija

Arten von Falten: Welche Falte haben Sie – und was hilft dagegen?


„Was kann man gegen meine Falten machen?" ist die häufigste Frage in unserer Beratung in der Düsseldorfer Innenstadt. Die ehrliche Antwort lautet: Das hängt davon ab, welche Falte es ist. Denn die verschiedenen Arten von Falten entstehen aus völlig unterschiedlichen Gründen – und reagieren deshalb auf völlig unterschiedliche Behandlungen. Eine Zornesfalte, die durch Muskelbewegung entsteht, lässt sich nicht mit demselben Mittel angehen wie eine eingesunkene Wange oder eine erschlaffte Kinnlinie.

Dieser Ratgeber ordnet die Gesichtsfalten nach ihrer Entstehung. Für jede Faltenart erfahren Sie, wie sie aussieht, woran Sie sie erkennen, warum sie sich bildet und welcher Weg fachlich dazu passt. Am Ende jedes Abschnitts finden Sie den direkten Link zur passenden Behandlungsseite. Damit können Sie sich vor einem Beratungsgespräch selbst einordnen – und die richtigen Fragen stellen.

Eine Einschränkung vorweg, die für alles Folgende gilt: Die meisten Gesichter zeigen Mischformen. Eine Nasolabialfalte ist selten „nur" Volumenverlust, und Krähenfüße sind ab einem bestimmten Alter selten „nur" mimisch. Die Einordnung hier ist eine Orientierung, kein Befund. Sie ersetzt keine ärztliche Beratung, in der die Haut im Bewegungsprofil beurteilt wird.

Welche Falte habe ich? Eine einfache Selbsteinschätzung

Bevor es um Behandlungen geht, lohnt sich dieser kurze Test vor dem Spiegel bei gutem Tageslicht. Er kostet zwei Minuten und beantwortet die wichtigste Vorfrage.

  1. Entspannen Sie Ihr Gesicht vollständig. Kein Lächeln, kein Stirnrunzeln, Kiefer locker. Schauen Sie die Linie an, die Sie stört.
  2. Ist sie jetzt verschwunden oder deutlich schwächer? Dann handelt es sich überwiegend um eine mimische (dynamische) Falte. Sie entsteht durch Muskelbewegung.
  3. Ist sie im entspannten Zustand unverändert sichtbar? Dann ist sie bereits statisch – entweder durch Volumenverlust oder durch strukturelle Hautalterung eingeprägt.
  4. Ziehen Sie die Haut neben der Linie sanft mit zwei Fingern nach außen. Verschwindet die Linie dabei, spricht das für eine oberflächliche Elastosefalte in der Haut selbst. Bleibt eine Delle, fehlt darunter eher Volumen.
  5. Legen Sie sich flach hin und schauen Sie in einen Handspiegel. Sehen Wangen, Mundwinkel und Kinnlinie im Liegen deutlich besser aus als im Stehen? Dann arbeitet die Schwerkraft mit – das Gewebe ist abgesunken, nicht nur die Haut zerknittert.
  6. Feine parallele Linien an Wangen, Dekolleté oder Unterarmen, oft mit fahlem Teint und unregelmäßiger Pigmentierung, deuten auf lichtbedingte Hautalterung hin.

Notieren Sie sich, was Sie beobachtet haben. Genau diese Beobachtung ist die Grundlage der folgenden vier Kapitel.

1. Mimische Falten (dynamische Falten): Bewegung prägt die Haut

Wie sie aussehen: Mimikfalten zeigen sich vor allem beim Sprechen, Lachen und Konzentrieren. Typisch sind die Querlinien auf der Stirn, die senkrechte oder v-förmige Linie zwischen den Augenbrauen, die Fächerlinien seitlich der Augen und die schrägen Linien am Nasenrücken, die beim Naserümpfen entstehen („Bunny Lines" oder Häschenfalten).

Woran Sie sie erkennen: Im vollständig entspannten Gesicht sind sie schwach ausgeprägt oder verschwinden ganz. Genau das ist ihr Unterscheidungsmerkmal.

Wie sie entstehen: Unter der Haut liegen mimische Muskeln, die bei jeder Gefühlsregung anspringen. Über Jahrzehnte falten sie die darüberliegende Haut immer an derselben Stelle – wie ein Blatt Papier, das an derselben Kante geknickt wird. Solange die Haut jung und elastisch ist, glättet sie sich zurück. Mit nachlassender Elastizität und sinkendem Kollagengehalt bleibt die Linie zunehmend stehen, auch im Ruhezustand. Aus der dynamischen Falte wird dann schrittweise eine statische.

Was dagegen wirkt: Der fachliche Standard bei mimischen Falten ist die gezielte Entspannung des verursachenden Muskels mit Botulinumtoxin. Der Muskel arbeitet reduziert, die Haut darüber wird nicht mehr so stark gefaltet und kann sich beruhigen. Der Effekt tritt typischerweise nach einigen Tagen ein und hält in vielen Fällen mehrere Monate. Wichtig: Je früher eine Linie noch dynamisch ist, desto besser spricht sie darauf an. Ist sie bereits tief eingegraben, wird sie meist gemildert, aber nicht vollständig geglättet – und braucht gegebenenfalls eine Kombination.

Ihr Weg von hier:

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die vor allem die Stirn dauerhaft in Bewegung halten, finden Sie zusätzliche Alltagstipps im Ratgeber Stirnrunzeln minimieren.

2. Statische Falten und Volumenfalten: Der Rahmen sinkt ab

Wie sie aussehen: Die Linie von der Nasenflanke zum Mundwinkel (Nasolabialfalte), die Fortsetzung vom Mundwinkel Richtung Kinn (Marionettenfalte), eingefallene Wangen, ein flacher Wangenknochen und die Schattenrinne unter dem Auge (Tränenrinne) gehören in diese Gruppe.

Woran Sie sie erkennen: Sie sind auch im entspannten Gesicht vollständig sichtbar. Im Liegen sehen sie meist deutlich besser aus – ein starkes Indiz dafür, dass Volumen fehlt und nicht die Haut allein das Problem ist.

Wie sie entstehen: Mit den Jahren verändert sich nicht nur die Haut, sondern das Fundament darunter. Fettkompartimente im Mittelgesicht verlieren an Volumen und rutschen nach unten, Bindegewebe und Knochenstruktur verändern sich, die Schwerkraft zieht mit. Was oben fehlt, staut sich unten – deshalb wird die Nasolabialfalte tiefer, während die Wange flacher wird. Das erklärt auch, warum das direkte „Auffüllen" der Falte allein oft nicht das natürlichste Ergebnis bringt: Behandelt wird meist dort, wo das Volumen fehlt, nicht nur dort, wo die Linie zu sehen ist.

Was dagegen wirkt: Hier arbeitet man mit Hyaluronsäure-Fillern, die Volumen ersetzen und Strukturen stützen. Je nach Region kommen unterschiedlich feste Produkte zum Einsatz – unter dem Auge sehr weich, am Jochbein stützender. Die Haltbarkeit unterscheidet sich je nach Präparat und Areal und liegt in vielen Fällen bei mehreren Monaten bis über ein Jahr. Ein Vorteil von Hyaluronsäure: Sie ist im Bedarfsfall mit dem Enzym Hyaluronidase auflösbar.

Ihr Weg von hier:

Die Frage, welches Präparat wie lange trägt, beantwortet der Ratgeber Welches Hyaluron hält am längsten?. Und wenn Sie unsicher sind, welches der beiden Grundprinzipien für Sie gilt: Botox oder Hyaluron?

3. Aktinische Falten und feine Fältchen: Licht und Kollagenverlust

Wie sie aussehen: Feine, oft parallel verlaufende Linien in der Haut selbst. Typische Stellen sind das Unterlid, die Oberlippe (die sogenannten Raucherfältchen, die auch Nichtraucherinnen bekommen), der Hals und das Dekolleté, außerdem Wangen und Handrücken.

Woran Sie sie erkennen: Sie liegen oberflächlich und lassen sich durch leichtes Spannen der Haut zum Verschwinden bringen. Häufig kommen fahler Teint, vergrößerte Poren und unregelmäßige Pigmentflecken dazu.

Wie sie entstehen: UV-Strahlung ist hier der Haupttreiber. Sie beschädigt Kollagen und elastische Fasern in der Lederhaut – ein Vorgang, den man als aktinische Hautalterung bezeichnet. Rauchen, Schlafmangel, dauerhafter Stress, einseitige Ernährung und zu wenig Feuchtigkeit verstärken den Effekt. Anders als bei den ersten beiden Gruppen geht es hier nicht um Muskeln oder Volumen, sondern um die Qualität der Haut selbst.

Was dagegen wirkt: Zwei Ansätze, die sich gut ergänzen. Erstens Feuchtigkeit und Zellstimulation von innen: Skinbooster und Mesotherapie bringen Hyaluronsäure und Wirkstoffe direkt in die Haut, ohne Volumen aufzubauen. Zweitens Erneuerung der Oberfläche: Microneedling und chemische Peelings regen Regenerationsprozesse an, wobei mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen üblich sind.

Und der wirksamste Hebel kostet nichts: konsequenter täglicher Lichtschutzfaktor 30 oder 50, auch im Winter und bei Bewölkung. Jede Behandlung dieser Faltenart wird durch fehlenden Sonnenschutz binnen Monaten wieder eingeholt.

Ihr Weg von hier:

Ergänzend praktisch: So reinigen Sie Ihre Haut richtig und Alltägliche Dinge, die Sie altern lassen.

4. Schwerkraftfalten und Erschlaffung: Wenn die Kontur weich wird

Wie sie aussehen: Hier geht es weniger um Linien als um Konturen. Die Kinnlinie verliert ihre Klarheit, seitlich am Kinn entstehen kleine Gewebepolster, die Wange sinkt nach unten, am Hals bilden sich waagerechte Linien und senkrechte Stränge.

Woran Sie sie erkennen: Der Liegetest ist hier am aussagekräftigsten. Wenn das Gesicht im Liegen spürbar jünger wirkt und die Kinnlinie wieder erscheint, ist abgesunkenes Gewebe der Hauptfaktor.

Wie sie entstehen: Kollagen und Elastin nehmen ab, die Haltestrukturen geben nach, und das Gewebe folgt der Schwerkraft nach unten. Auf dünnerer Haut wird das früher sichtbar als auf dicker.

Was dagegen wirkt: Bei beginnender bis moderater Erschlaffung kann ein Fadenlifting das Gewebe anheben und neu positionieren; die Fäden lösen sich über die Zeit auf und regen dabei die körpereigene Kollagenbildung an. Biostimulatoren wie Ellansé arbeiten über denselben Grundgedanken, indem sie über Monate Struktur aufbauen statt nur aufzufüllen.

Und hier die ehrliche Grenze: Ist die Erschlaffung ausgeprägt, hängt deutlich Hautüberschuss und lässt sich das Gewebe nicht mehr sinnvoll umverteilen, dann erreichen minimalinvasive Verfahren ihr Ende. In diesem Fall ist ein chirurgisches Lifting die fachlich ehrlichere Antwort – auch wenn wir diese Behandlung nicht anbieten. Wir sagen Ihnen das in der Beratung, statt Ihnen ein Ergebnis in Aussicht zu stellen, das eine Injektion nicht leisten kann.

Ihr Weg von hier:

Falten vorbeugen: Was Sie selbst in der Hand haben

Keine Behandlung ersetzt die Basis. Täglicher Lichtschutz ist der mit Abstand wirksamste Einzelfaktor gegen vorzeitige Faltenbildung. Dazu kommen Rauchverzicht, ausreichend Schlaf, genug Flüssigkeit, eine abwechslungsreiche Ernährung und eine Hautpflege mit Feuchtigkeit und Antioxidantien. Das verhindert das Altern nicht – Falten sind ein natürlicher Vorgang und kein Makel. Es verschiebt aber den Zeitpunkt und die Ausprägung spürbar.

Was Sie mitnehmen sollten

Falten „wegmachen" ist kein realistisches Ziel. Die passende Faltenart zu erkennen und den dazu passenden Weg zu wählen, ist eines. Bei Mischformen – und das ist der Normalfall – wird in der Praxis oft kombiniert, meist in mehreren Schritten über Monate statt in einer einzigen Sitzung.

FAQ

Wie heißen die einzelnen Falten im Gesicht?

Die geläufigsten Bezeichnungen sind: Stirnfalten (Denkerfalten) quer über der Stirn, Zornesfalte (Glabellafalte) zwischen den Augenbrauen, Krähenfüße seitlich der Augen, Bunny Lines am Nasenrücken, Tränenrinne unter dem Auge, Nasolabialfalte von der Nase zum Mundwinkel, Marionettenfalten vom Mundwinkel zum Kinn, periorale Fältchen über der Oberlippe sowie Kinn- und Halsfalten. Die Namen beschreiben den Ort – die Entstehung dahinter kann verschieden sein.

Was ist besser gegen Falten, Hyaluron oder Botox?

Das ist keine Frage von besser oder schlechter, sondern von Ursache. Botulinumtoxin entspannt Muskeln und eignet sich für mimische Falten im oberen Gesichtsdrittel. Hyaluronsäure ersetzt Volumen und ist bei statischen Falten und abgesunkenen Konturen sinnvoll. Wer bei einer Volumenfalte Botulinumtoxin einsetzt, bekommt kein Ergebnis. Häufig werden beide kombiniert. Ausführlich: Botox oder Hyaluron?

Welche Falten lassen alt aussehen?

Als besonders alterstypisch werden meist die Falten des unteren Gesichtsdrittels wahrgenommen: hängende Mundwinkel, Marionettenfalten und eine unklare Kinnlinie. Auch Schatten unter den Augen und eingefallene Wangen wirken stark, weil sie Müdigkeit signalisieren. Mimische Linien auf der Stirn werden dagegen oft als ausdrucksstark empfunden. Was als störend gilt, ist individuell sehr unterschiedlich.

Woher kommen plötzlich tiefe Falten im Gesicht?

Scheinbar plötzliche Faltenbildung hat meist einen erklärbaren Hintergrund: deutlicher Gewichtsverlust, hormonelle Umstellungen etwa in den Wechseljahren, ein intensiver Sommer mit viel Sonne, starker Stress, Schlafmangel oder eine Erkrankung. Verändert sich Ihre Haut auffällig schnell, lassen Sie das bitte ärztlich abklären, bevor Sie über eine ästhetische Behandlung nachdenken.

Was sind aktinische Falten?

„Aktinisch" bedeutet durch Strahlung verursacht. Aktinische Falten entstehen durch jahrelange UV-Einwirkung, die Kollagen und elastische Fasern in der Lederhaut schädigt. Sie zeigen sich als feine parallele Linien, häufig zusammen mit Pigmentflecken und fahlem Teint, vor allem an Gesicht, Hals, Dekolleté und Handrücken. Behandelt wird über Hautqualität und Regeneration – vorgebeugt über konsequenten Lichtschutz.

Ab welchem Alter treten Falten auf?

Der Kollagengehalt der Haut nimmt bereits ab etwa Mitte 20 langsam ab. Erste sichtbare Linien zeigen sich häufig zwischen Ende 20 und Mitte 30, meist zuerst als mimische Falten an Stirn und Augen. Wie früh und wie stark, hängt von Veranlagung, Hauttyp, Sonnenverhalten und Lebensstil ab – die Spannbreite ist sehr groß.

Kann ich mehrere Faltenarten gleichzeitig behandeln lassen?

In der Regel ja, und oft ist das auch sinnvoll, weil die meisten Gesichter Mischformen zeigen. In der Beratung wird eine Reihenfolge festgelegt – häufig zuerst die Struktur, dann die Mimik, dann die Hautqualität. Ob und in welchem Umfang das in einer Sitzung möglich ist, entscheidet sich individuell und hängt von den behandelten Arealen ab.

Ihr nächster Schritt

Wenn Sie nach dieser Einordnung wissen, welche Art von Falten Sie vor allem beschäftigt, finden Sie in der Übersicht aller Behandlungen den passenden Einstieg. Wenn Sie unsicher sind – was der Normalfall ist – klären wir das im persönlichen Gespräch. Bei My Esthetic an der Praxis in der Düsseldorfer Innenstadt sehen wir uns Ihre Haut in Ruhe und in Bewegung an und sagen Ihnen auch, wenn eine Behandlung aus unserer Sicht nicht der richtige Weg ist. Termin vereinbaren.

Silvija Bihler
Praxismanagerin

Silvija Bihler leitet My Esthetic in Düsseldorf und verantwortet den gesamten Praxisbetrieb. Sie begann ihre Karriere an der französischen Riviera und arbeitet seit über zehn Jahren in der ästhetischen Medizin, mit einem Schwerpunkt auf Hyaluronsäure-Behandlungen. Ihr Anspruch ist ein Ergebnis, das natürlich wirkt und die Mimik erhält.

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Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme

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